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Vernetzungstreffen „Künstliche Intelligenz“ an den Beruflichen Schulen Altötting – Impulse für die Unterrichtsentwicklung

  • 13. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Am 6. Juli 2026 fand an der Beruflichen Schule Altötting das bayernweite Vernetzungstreffen „Künstliche Intelligenz“ für Lehrkräfte beruflicher Schulen statt. Die Veranstaltung bot zahlreiche Möglichkeiten zum fachlichen Austausch über den Einsatz von KI in der beruflichen Bildung.

Nach der Begrüßung durch die Veranstalter der ALP und Schulleiter Friedrich Ebertseder standen Grußworte aus Politik, Wirtschaft und Bildungsverwaltung auf dem Programm. Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, des Landkreises Altötting sowie Unternehmen aus dem Technologie- und KI-Umfeld unterstrichen die wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für Schule, Ausbildung und Arbeitswelt.

Im Mittelpunkt der Tagung standen praxisnahe Workshops, die unterschiedliche Anwendungsbereiche von KI im Unterricht beleuchteten. Die Angebote richteten sich sowohl an Einsteiger als auch an Lehrkräfte mit fortgeschrittenen Vorkenntnissen. Dabei wurden die Themenfelder „KI anwenden“, „KI bereitstellen“ und „KI entwickeln“ behandelt.

Besonders eindrucksvoll war die große Bandbreite der vorgestellten Projekte. So wurde gezeigt, wie grundlegende Konzepte der Künstlichen Intelligenz durch sogenannte „AI-Unplugged“-Methoden auch ohne Computer vermittelt werden können. Andere Workshops veranschaulichten die mathematischen Grundlagen neuronaler Netze anhand anschaulicher Beispiele oder führten in moderne Technologien wie das Model Context Protocol (MCP) zur Erweiterung von Sprachmodellen ein.

Einen besonderen Praxisbezug boten Projekte aus den Technikerschulen und Berufsschulen Bayerns. Vorgestellt wurden unter anderem ein autonomes Fahrsystem mit KI-Unterstützung, der Einsatz autonomer Drohnen im Unterricht sowie verschiedene Mini-Projekte zu Machine Learning, Deep Learning und lokalen Sprachmodellen. Die Teilnehmenden erhielten dabei nicht nur theoretische Einblicke, sondern konnten viele Anwendungen selbst ausprobieren und für den eigenen Unterricht mitnehmen.

In den Nachmittagsworkshops standen die Vermittlung grundlegender KI-Konzepte, die visuelle Entwicklung eigener KI-Anwendungen mit der Software Orange sowie der Einsatz von Vision AI und TinyML auf Mikrocontrollern wie dem ESP32 P4 im Fokus. Die vorgestellten Unterrichtsbeispiele zeigten eindrucksvoll, wie praxisnah und handlungsorientiert Künstliche Intelligenz in technischen und gewerblichen Ausbildungsberufen behandelt werden kann.

Das Vernetzungstreffen machte deutlich, dass Künstliche Intelligenz mittlerweile ein wichtiger Bestandteil beruflicher Bildung ist. Neben dem Erwerb technischer Kompetenzen standen insbesondere didaktische Fragestellungen sowie der Austausch von Unterrichtsmaterialien und Best-Practice-Beispielen im Vordergrund. Die Veranstaltung lieferte zahlreiche Anregungen für die Weiterentwicklung des Unterrichts und stärkte die Zusammenarbeit zwischen den beruflichen Schulen in Bayern.

Mit vielen neuen Ideen, konkreten Unterrichtsprojekten und wertvollen Kontakten kehrten die Teilnehmenden an ihre Schulen zurück. Das Vernetzungstreffen in Altötting zeigte eindrucksvoll, wie die berufliche Bildung den Herausforderungen und Chancen der Künstlichen Intelligenz begegnen kann.

Tobias Stößl – 07.2026

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